Posted on 23rd Juli 2010No Responses
Still-Leben: Hochschulen erobern die Autobahn

Mehr als drei Millionen Menschen feierten beim Still-Leben Ruhrschnellweg auf der A40 am vergangenen Sonntag ein Fest der Alltagskulturen. An der rund 60 Kilometer langen Tafel zwischen Dortmund und Duisburg nahm auch eine ganze Reihe Hochschulen aus der Region Platz und zeigte, wie viel kreatives Potenzial die Studienlandschaft in Nordrhein-Westfalen zu bieten hat.

Die wohl größte Hochschulansammlung gab es dabei in Bochum: Unter dem Motto „Welcome to UniverCity Bochum“ machten die sechs Bochumer Hochschulen gemeinsame Sache. Die Teams vor Ort hatten sich einiges einfallen lassen, um für sich zu werben und die Besucher mit Mitmachaktionen zu unterhalten. Bei der Hochschule für Gesundheit konnten Interessierte den Umgang mit einer Übungsbabypuppe testen. Elektromobilität im Kleinformat animierte bei der TFH Georg Agricola viele Kinder und jung gebliebene Erwachsene zum sportlichen Wettstreit: Dort hatten Elektrotechnik-Ingenieure eine mit Handkurbelgeneratoren betriebene Carrerabahn aufgestellt. Andere Besucher wiederum mischten sich einen Tisch weiter ihre persönliche Still-Leben-Zahnpasta – wahlweise mit Erdbeer-, Sauerkirsch- oder Pfefferminzaroma. „Das Ruhrgebiet feiert sich selbst – da gehören wir als älteste Hochschule Bochums natürlich mit dazu“, so TFH-Präsident Professor Dr. Jürgen Kretschmann. „Bochum ist eine lebendige Wissenschaftsstadt. Mit der Initiative UniverCity möchten wir das den Bürgern noch stärker ins Bewusstsein rufen. Ich glaube, das ist uns mit dem heutigen Still-Leben gut gelungen.“

Träume auf Papier

Vielfältig waren auch die Aktionen der Dortmunder Hochschulen. Der Fachbereich Architektur der Fachhochschule Dortmund ließ Traumhäuser entstehen – zumindest auf Papier. Zudem war FRoDO im Einsatz – ein Laufroboter, der vom Fachbereich Informations- und Elektrotechnik entwickelt wurde. Die TU Dortmund war mit 27 Tischen vertreten. Die Besucher konnten hier unter anderem eine Fotoausstellung von Studierenden bewundern oder sich am Stand der Fakultät Statistik einem Cola-Geschmackstest unterziehen.

Kulturenvielfalt ohne Grenzen

Gleich an mehreren Stellen der A40 war die Universität Duisburg-Essen vor Ort und präsentierte sich dabei international. Der Verein der Indonesischen Studenten etwa nahm die Besucher mit auf eine kulturell-kulinarische Entdeckungsreise ins Land der tausend Inseln. Die internationalen Tutoren des Studentenwerks präsentierten sich in Landestrachten aus Afrika, Asien und Europa. Und „Ingenieure ohne Grenzen“ stellten ihre internationalen Hilfsprojekte vor. Rund um die Ausfahrt Essen-Frohnhausen mischten sich zudem Akteure der Folkwang Universität der Künste unter die Besucher. Frei nach dem Motto „Wir sind das Folk“ zeigten die Studierenden der Studiengänge Schauspiel, Physical Theatre und Jazz ihr Können.

Internetseite der TFH Georg Agricola

www.tfh-bochum.de/ruhr2010.html

Internetseite der Hochschule Bochum

http://www.hochschule-bochum.de/kooperationen/kulturhauptstadt-2010.html

Internetseite der Fachhochschule Dortmund

http://www.fh-dortmund.de/de/oeffentl/2010/StilllebenAnkuendigung.php

Internetseite der TU Dortmund

http://www.tu-dortmund.de/uni/Verwaltung/aktuelles/meldungen/10-06-30_Ruhr_Schnell_Weg/index.html

Internetseite der Folkwang Universität der Künste

http://www.folkwang-uni.de/

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