Die Deutsche Universität für Weiterbildung (DUW) unterstützt mit insgesamt bis zu 100.000 Euro die Professionalisierung von Interessenvertretern und Public-Affairs-Managern im europäischen Kontext. Unternehmen, Agenturen, Verbände und Nichtregierungsorganisationen sowie Parteien und öffentliche Verwaltungen können ihre Nachwuchskräfte mit dem 24-monatigen Masterstudiengang European Public Affairs (M.A.) berufsbegleitend qualifizieren.
Die Deutsche Universität für Weiterbildung (DUW) unterstützt ab sofort Unternehmen und Organisationen bei der Qualifizierung ihrer Nachwuchskräfte im Bereich der europäischen Interessenvertretung und Public Affairs. Die DUW fördert insgesamt bis zu 20 Projekte mit Teilstipendien im Wert von 2.500 Euro bis 5.000 Euro für den berufsbegleitenden Masterstudiengang European Public Affairs (M.A.). „Das Förderprogramm ist für Unternehmen und Organisationen gedacht, die verstärkt mit europäischen Fragestellungen konfrontiert sind. Durch die Europäisierung werden die Beobachtung und Begleitung von Entscheidungsprozessen in Brüssel und Know-how für gezielte Interessenvertretung immer wichtiger“, erklärt Dr. Udo Thelen, Kanzler der DUW. Im Masterstudiengang European Public Affairs lernen die Studierenden, wie sie Interessen ihrer Arbeit- oder Auftraggeber professionell vertreten. Das Programm bereitet berufsbegleitend darauf vor, komplexe Kommunikations- und Managementaufgaben zu übernehmen. Voraussetzungen für die Bewerbung sind ein erster Hochschulabschluss, zwei Jahre Berufserfahrung und ausreichende Englischkenntnisse. Bis zum 30. Juni 2011 können sich Interessierte um die Förderung bewerben. Der Studienbeginn ist ab dem 1. Juli bis spätestens Ende 2011 jederzeit möglich.
Nachwuchskräfte für die europäische Interessenvertretung
„Mehr als die Hälfte der nationalen Gesetze sind europäischen Ursprungs. Oft wird unterschätzt, wie stark in Brüssel auch über die Regelungen für mittelständische Unternehmen sowie regionale und kommunale Einrichtungen entschieden wird“, erklärt Prof. Peter Filzmaier, wissenschaftlicher Leiter des berufsbegleitenden Masterstudiengangs. „Dabei geht es um die Rahmenbedingungen aller öffentlichen und privaten Geschäftstätigkeiten und somit um viele Millionen Euro. Das Förderprogramm für die Aus- und Fortbildung von Interessenvertretern ist daher eine exzellente Investition.“
In einem Format-Mix aus Fernstudium, Online-Einheiten und Seminaren vor Ort erhalten die Studierenden das Rüstzeug für die kommunikativen Anforderungen ihres Berufsfeldes anhand praxisnaher Beispiele. Sie lernen die Merkmale qualitätsvollen Lobbyings kennen und konzipieren selbst Public-Affairs-Strategien. Höhepunkt ist ein mehrtägiger Austausch mit Praktikern vor Ort in Brüssel. „Im Studiengang sollen größtmögliche Praxisnähe, Faktenkenntnis über politische und kommunikative Prozesse in Europa sowie eine wissenschaftlich seriöse Basis für Lobbying miteinander verbunden werden“, sagt Filzmaier. „Nur gut ausgebildete Interessenvertreter, die ihre Methoden unter ethischen Gesichtspunkten reflektieren, sind auch langfristig erfolgreich.“
Bewerbungsverfahren
Bis zum 30. Juni 2011 können sich Nachwuchskräfte aus Unternehmen, Agenturen, Verbänden und Nichtregierungsorganisationen sowie Parteien und öffentlichen Verwaltungen um ein Teilstipendium bewerben. Dazu reichen sie eine einseitige Skizze ein, die aufzeigt, wie die geplante Weiterbildung die Interessenvertretung ihres Unternehmens oder ihrer Organisation im europäischen Kontext unterstützen soll. Außerdem sind Kurzbeschreibungen des bisherigen Bildungs- und Berufswegs der Bewerberin oder des Bewerbers beizulegen. Über die Vergabe entscheidet ein Fachausschuss, dem DUW-Präsidentin Prof. Dr. Ada Pellert, Prof. Dr. Peter Filzmaier sowie ein Vertreter der Berufspraxis angehören.
Die Deutsche Universität für Weiterbildung (DUW) mit Sitz in Berlin bietet wissenschaftliche Weiterbildung für Berufstätige mit erstem Studienabschluss. Das Fernstudienangebot der staatlich anerkannten Weiterbildungsuniversität umfasst Masterstudiengänge in den Departments Wirtschaft und Management, Bildung, Gesundheit und Kommunikation sowie weiterbildende Zertifikatsprogramme. Das flexible Blended-Learning-Studiensystem und die individuelle Betreuung ermöglichen es DUW-Studierenden, das Studium mit Privatleben und Beruf zu vereinbaren. Gesellschafter der DUW sind die Freie Universität Berlin und die Stuttgarter Klett Gruppe. Als Public-Private-Partnership steht die DUW für wissenschaftliche Qualität, Arbeitsmarktnähe und Dienstleistungsorientierung.
Bewerbungen bis zum 30. Juni 2011 an folgende Anschrift
Deutsche Universität für Weiterbildung (DUW)
Department Kommunikation
Postfach 33 20 02
14180 Berlin
Weitere Informationen: www.duw-berlin.de
Zum ersten Mal haben nordrhein-westfälische Universitäten und Fachhochschulen vor Vertretern der Europäischen Kommission gemeinsam ihre Kompetenzen bei der Erforschung wirtschaftlicher, technischer und sozialer Fragen präsentiert. Schwerpunkt der von der InnovationsAllianz der NRW-Hochschulen organisierten Veranstaltung in der nordrhein-westfälischen Landesvertretung in Brüssel waren Fragen in Zusammenhang mit einer alternden Gesellschaft.
“Die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen haben das Potenzial, zusammen mit Partnern aus der Wirtschaft und anderen Forschungseinrichtungen einen bedeutenden Teil zur Lösung aktueller Herausforderungen und Probleme auf europäischer Ebene beizutragen”, betonte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der InnovationsAllianz, Prof. Dr. Wilhelm Schäfer.
Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung wurden beispielhaft Kooperationen von Hochschulen, Industrie und Mittelstand präsentiert, durch die das Lebens- und Wohnumfeld älterer Menschen sicherer und einfacher gestaltet werden kann. An einigen dieser Forschungsprojekte sind mehr als ein Dutzend Hochschulen und Unternehmen beteiligt. Die InnovationsAllianz stellte in Brüssel einen Katalog vor, in dem rund 45 Vorhaben von insgesamt 17 nordrhein-westfälischen Hochschulen zu Fragestellungen in Zusammenhang mit der alternden Gesellschaft beschrieben sind.
Prof. Dr. Andreas Jahr, Vorstandsmitglied der InnovationsAllianz NRW und Moderator der Veranstaltung, hob hervor, dass sich die Hochschulen als Ansprechpartner für die Politik verstehen. “Wir richten uns in unserer Forschungs- und Entwicklungsarbeit eng an den Fragen und Problemen aus, die die Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft bewegen.” Dies gelte für medizinische und soziale Themen ebenso wie für wirtschaftliche Fragen oder nachhaltige Umwelttechnologien.
An der Veranstaltung in Brüssel nahmen mehr als 100 Vertreter der Europäischen Kommission sowie von EU-Lobbyisten, Unternehmen und Hochschulen teil. In Abstimmung mit der nordrhein-westfälischen Landesvertretung wird die InnovationsAllianz weitere Veranstaltungen zu aktuellen Forschungsfragen anbieten. Ziel ist es, die Forschungskompetenz der NRW-Hochschulen bei der Europäischen Kommission bekannter zu machen und im Wettbewerb um Fördermittel und Forschungsprogramme der EU noch erfolgreicher zu werden.
Weitere Informationen unter www.innovationsallianz.nrw.de.

