Kategorien

Forschung

Die InnovationsAllianz der NRW-Hochschulen und das Wissenschaftsforum Ruhr haben eine enge Zusammenarbeit vereinbart, um gemeinsam noch mehr Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen zu Forschungs- und Entwicklungskooperationen zu bewegen. Mit der neuen Kooperation werden auch die Forschungsinstitute im Ruhrgebiet, die dem Wissenschaftsforum angehören, noch stärker in die Vermittlung von Kooperationen mit Hochschulen, Unternehmen und anderen Einrichtungen aus Wirtschaft oder Gesellschaft einbezogen.

Die InnovationsAllianz einerseits, als Netzwerk von 29 Universitäten und Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen, erleichtert Anwendern den Zugang zu mehr als 30.000 Forschenden, die themenbezogen identifiziert und kontaktiert werden können. Sie pflegt intensiv den Kontakt zu den Forschungs- und Entwicklungspartnern in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zum Beispiel mit zahlreichen thematischen Dialogveranstaltungen im Land sowie Partnerbörsen bei vielen Messen und Symposien. Mit den Innovationsgutscheinen des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Wissenschaft und Forschung, bei denen die InnovationsAllianz berät und auch als zentrale Anlaufstelle fungiert, wird kleinen und mittleren Unternehmen der Schritt zu einer ersten Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen erleichtert.

Das Wissenschaftsforum Ruhr e.V. andererseits bildet als Arbeitsgemeinschaft von mittlerweile 46 zumeist außeruniversitären Forschungsinstituten im Ruhrgebiet ein Netzwerk, das die Zusammenarbeit der Forschungseinrichtungen in der Region fördert und diese nach außen vertritt. Es pflegt den Kontakt zu den Hochschulen und zu Partnern in Bildung, Kultur, Medien, Wirtschaft und Politik. Dabei engagiert es sich zum einen für die Stärkung der Wissenschaftskultur im Ruhrgebiet und für einen aktiven Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit, zum anderen auch für Forschungskooperationen zwischen den Mitgliedsinstituten. Es wird dabei von der Stiftung Mercator gefördert.

Beide Partner werden außerdem im Rahmen ihrer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit intensiv zusammenarbeiten und in ihren jeweiligen Netzwerken und eigenen Publikationen über Veranstaltungen und Aktivitäten des jeweils anderen Partners informieren.

Das Ruhrgebiet soll durch die Zusammenarbeit als Wissenschaftsstandort noch deutlicher sichtbar werden. Für Forschungsideen aus der Praxis ebenso wie aus der Wissenschaft soll sich ein noch besserer Resonanzboden in der Region ergeben. Dadurch wollen die Partner gemeinsam zu einem nachhaltig guten Klima für Forschung, Entwicklung und Transfer an der Ruhr beitragen.

Bereits in den letzten Jahren haben sich durch das Engagement der Beteiligten viele neue Projekte ergeben. Aus vielen hundert Kooperationen von Forschungseinrichtungen mit Unternehmen, sozialen Institutionen oder kommunalen Partnern sind Neuentwicklungen auf zahlreichen Gebieten hervorgegangen, von denen nicht nur der jeweilige Praxispartner einer Forschungsarbeit profitiert hat. Auch die Bedeutung von Nordrhein-Westfalen insgesamt, als einem der führenden Länder im Bereich von Industrie, Technologie und Innovationen, wurde damit gestärkt.

Weitere Informationen zur Vereinbarung und zu den beiden Partnern finden Sie im Internet unter www.wissenschaftsforum-ruhr.de und www.innovationsallianz.nrw.de

Wie können Unternehmen in der Produktion mehr Energie einsparen? Das ist das Thema einer Dialogveranstaltung der InnovationsAllianz NRW und der Fachhochschule Köln am Mittwoch, 16. November. Im Zentrum steht die Frage, wie die oft komplexen Fertigungslinien in unproduktiven Phasen gezielt in einen Energiesparmodus versetzt werden. Die Veranstaltung findet im Institut für Automation & Industrial IT (AIT) auf dem Campus Gummersbach der FH Köln statt (Steinmüllerallee 1), Beginn ist um 17 Uhr.

Das AIT stellt an diesem Abend seine Untersuchungsergebnisse aus den Automobil-Werken von Daimler und Volkswagen vor. Konkret geht es um den Einsatz der PROFINET-Technologie, mit der einzelne Geräte der Fertigungslinie über einheitliche Steuerkommandos in einen Energiesparmodus versetzt werden. Die Ergebnisse zeigen unter anderem auf, an welchen Stellen der Produktion die größten Potenziale für Energie-Einsparungen liegen.

Die Veranstaltungsreihe findet in Zusammenarbeit mit ProduktionNRW, dem Cluster für Maschinenbau und Produktionstechnik, statt. Bis zum Jahresende finden noch drei weitere regionale Innovations-Dialoge statt. Mit den Veranstaltungen sprechen die Hochschulen gezielt Unternehmen an, die an Forschungskooperationen interessiert sind.

Mit über 200.000 Beschäftigten ist die Maschinenbaubranche der größte industrielle Arbeitgeber in Nordrhein-Westfalen. Im vergangenen Jahr erzielten die Unternehmen einen Umsatz von 37 Milliarden Euro. Über 75 Prozent des Umsatzes wird im Ausland erwirtschaftet. In vielen Fachzweigen sind Unternehmen aus NRW Weltmarktführer. Basis hierfür sind ständige Innovationen und eine konsequente Vernetzung von Unternehmen und Forschungseinrichtungen entlang der Wertschöpfungskette.

Einen Überblick zu dieser und den weiteren Veranstaltungen sowie eine Anmeldemöglichkeit unter www.innovationsallianz.nrw.de/maschinenbau.

Weitere Informationen zur InnovationsAllianz:
Prof. Dr. Gisela Schäfer-Richter (Vorsitzende des Vorstands)
c/o Fachhochschule Dortmund
Sonnenstraße 96, 44139 Dortmund
Telefon: (0231) 9112-101
E-Mail: presse@inno-nrw.de

Über die InnovationsAllianz der NRW-Hochschulen:
Die InnovationsAllianz der NRW-Hochschulen wurde 2007 gegründet. In ihr arbeiten derzeit insgesamt 29 Hochschulen und vier Hochschul-Transfergesellschaften zusammen, sie ist damit das größte derartige Bündnis bundesweit. Ziel ist es, die Forschungskapazitäten der Hochschulen effektiver zu nutzen und in Kooperationen innerhalb der Wissenschaft sowie mit Unternehmen, kommunalen Einrichtungen und Verbänden die Entwicklung neuer bzw. die Optimierung bestehender Technologien, Produkte und Anwendungen zu fördern. Viele erfolgreiche Kooperationen haben bereits zu nachhaltigen Ergebnissen und Nutzen in Wirtschaft und Gesellschaft beigetragen. Die InnovationsAllianz wird vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW gefördert. Eine Reihe von Unternehmen unterstützt die InnovationsAllianz darüber hinaus als Mitglieder im “InnovationsClub NRW”.

Studieren in kleinen Gruppen und mit großem Praxisbezug – das lockt viele Studierende an die Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen. Hochschule ist Zukunft erklärt, was das Studium ausmacht und warum Unternehmen gerne auf Abolventinnen und Absolventen von Fachhochschulen zurückgreifen.

An den Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen steht das anwendungsorientierte Lernen ganz klar im Mittelpunkt. Ein gutes Beispiel hierfür ist der neue Studiengang „Biomedizinische Technologie“ an der Hochschule Hamm-Lippstadt. Er verknüpft Naturwissenschaften, Medizintechnik und Informatik miteinander und lässt die Studierenden schon früh Arbeitsluft schnuppern – beim Arbeiten im Labor, bei Treffen mit Unternehmen und im fest vorgesehenen Praxissemester. Das neue E-Journal „Hochschule ist Zukunft“ stellt das Studium an der Hochschule Hamm-Lippstadt vor und gibt weitere Infos rund um die Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen.

Gute Berufsaussichten

Die praxisnahe Gestaltung der Studiengänge kommt an – nicht zuletzt bei vielen Unternehmen, die gerne Absolventinnen und Absolventen von Fachhochschulen einstellen. Das bestätigt auch die Deilmann-Haniel Shaft Sinking GmbH aus Dortmund, die weltweit im Schachtbau tätig ist. „Wir benötigen praxisorientierte junge Frauen und Männer, denn wir betreiben ein handfestes und bodenständiges Gewerbe, wo für theoretische Spielereien kein Platz ist“, sagt Dipl.-Ing. Thomas Ahlbrecht, der selbst an der TFH Georg Agricola in Bochum studiert hat.

Ausbau der Fachhochschulen

Um den Bedarf an qualifizierten Fachkräften zu decken und möglichst vielen jungen Menschen das anwendungsorientierte Studieren zu ermöglichen, baut Nordrhein-Westfalen seine Fachhochschullandschaft kontinuierlich aus. Neben einer Vergrößerung der Studienkapazitäten an bestehenden Fachhochschulen gingen zum Wintersemester 2009/2010 die Hochschulen Hamm-Lippstadt, Rhein-Waal und Ruhr West neu an den Start. Zum Wintersemester 2010/2011 nahm die Hochschule für Gesundheit Bochum ihren Betrieb auf. Das Wissenschaftsministerium Nordrhein-Westfalen unterstützt mit einem Förderprogramm zudem die praxisnahe Fachhochschulforschung an Rhein und Ruhr mit 5 Millionen Euro.

Links:

E-Journal „Hochschule ist Zukunft“

http://www.hochschule-ist-zukunft.de/ejournal12/#/startseite

Hochschulkarte des Wissenschaftsministeriums Nordrhein-Westfalen

http://www.innovation.nrw.de/hochschulen_und_forschung/hochschulen_nrw/hochschullandkarte/index.php

Presseinformation zum Förderprogramm

http://www.innovation.nrw.de/presse/presseinformationen/pressearchiv/archiv2010/pm101102.php

Für seine Publikation “A Statistical Treatment of Cross-Polarization Modulation in DWDM-Systems” hat Prof. Dr.-Ing. Christian-Alexander Bunge am 23.11.21010 den diesjährigen Preis der Informationstechnischen Gesellschaft erhalten. Jedes Jahr vergibt die ITG Preise für hervorragende wissenschaftliche Publikationen in der Informations- und Kommunikationstechnik und würdigt das Engagement der Ehrenamtlichen für die Fachgesellschaft. Die Verleihung fand im Rahmen des VDE-Hauptstadt-Forums „Konrad Zuse“, zum Jubiläum des Erfinders des ersten universellen Computers Z3, in Berlin statt.

Kontakt:
Torsten Büttner
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 
0341/3062-120
Torsten.Buettner@hft-leipzig.de
www.hft-leipzig.de

Die Universitäten und Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen haben trotz der Wirtschaftskrise in den vergangenen zwei Jahren von Unternehmen und öffentlichen Stellen mehr Drittmittel für Forschungsaufträge einwerben können. Das geht aus der Leistungsbilanz hervor, die die InnovationsAllianz der NRW-Hochschulen heute veröffentlicht hat. Befragt wurden die 29 Mitgliedshochschulen und die noch nicht zur InnovationsAllianz gehörende Ruhr-Universität Bochum.

Die Leistungsbilanz umfasst die von den Hochschulen selbst akquirierten öffentlichen und privaten Drittmittel (ohne Mittel der Deutschen Forschungs-Gemeinschaft), die Zahl der Erfindungsmeldungen sowie angemeldete und erteilte Patente und darüber hinaus die Zahl der Unternehmensgründungen von Absolventen und Mitarbeitern der Hochschulen.

Zuletzt waren diese Zahlen für den Zeitraum 2006 bis 2008 abgefragt worden. Die dabei festgestellten jährlichen Steigerungsraten konnten in der Zeit von 2008 auf 2009 nochmals übertroffen werden. So verzeichneten die Hochschulen bei den Drittmitteln eine Zunahme binnen Jahresfrist um 13 Prozent (gegenüber durchschnittlich 9 Prozent pro Jahr von 2006 bis 2008) und 8 Prozent mehr Patentanmeldungen (gegenüber 5 Prozent). Allein im Jahr 2009 wurden zudem mehr als 120 Unternehmen aus den Hochschulen heraus gegründet. Weiterlesen