Posts tagged Hochschule ist Zukunft
Studierende und ihr Hochschulstart
0Fremde Lerninhalte, neue Gesichter und ein verändertes Lebensumfeld – die Umstellung vom Schul- auf den Studienalltag ist eine Herausforderung. Im HiZ-Board des StudiNavi NRW erzählen Studierende im ersten Semester, wie sie den Start meistern und welche Veränderungen es in ihrem Alltag gibt.
Rund 84.400 Studierende haben zum Wintersemester 2010/2011 ein Studium an einer Hochschule in Nordrhein-Westfalen begonnen. Auch Ivona, Jenny und Sascha gehören dazu. Und sie haben noch mehr gemeinsam: Alle Drei berichten im HiZ-Board des Online-Portals StudiNavi NRW von ihren ersten Eindrücken. „Meine bisherigen Erlebnisse als Studentin haben mich überzeugt, dass es schon ziemlich cool ist, Studentin zu sein“, erzählt Ivona, die gerade ihr Studium der Sozialwissenschaften an der Universität zu Köln begonnen hat. Sie begeistert vor allem die Atmosphäre auf dem Campus verbunden mit dem Gefühl, jeden Tag etwas Neues zu erleben und eigene Ideen zu verwirklichen. Jenny, Jurastudentin im ersten Semester an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, freut sich ebenfalls über die neugewonnene Eigenständigkeit. „Und endlich: Man ist jetzt wirklich für sich selbst verantwortlich, was Stundenplangestaltung und Anwesenheit in den Vorlesungen betrifft. Ein Hoch auf die Lernfreiheit!“ lautet ihr erstes Fazit. „Neue Leute kennen lernen, die Studentenvorteile ausnutzen und einfach nur in einen neuen Lebensabschnitt starten“, so fasst Sascha seine positiven Erwartungen an das Studium zusammen. Der 20-Jährige studiert im ersten Semester VWL an der Universität Duisburg-Essen. Im HiZ-Board beschreibt auch er seine Erfahrungen – angefangen bei der Einschreibung bis hin zum Besuch des Vorkurses Mathematik.
Von Bewerbung bis Einstieg
Neben den drei Studienstartern berichten auch Studierende aus höheren Semestern im HiZ-Board von ihrem Hochschulalltag. Studieninteressierte haben so die Möglichkeit, sich ganz unterschiedliche Eindrücke zu verschaffen. Daneben bietet ihnen der StudiNavi NRW noch zahlreiche weitere Informationen rund um das Studium in Nordrhein-Westfalen – von Bewerbung und Einschreibung über Studienfinanzierung bis hin zu Tipps, wie sich der Einstieg meistern lässt.
Links:
HiZ-Board
www.studinavi-nrw.de/board/
StudiNavi NRW
Nordrhein-Westfalen lockt ausländische Studierende an
0Nordrhein-Westfalen ist als Studienort bei ausländischen Studierenden beliebt. 39.800 Studierende, die ihre Hochschulreife im Ausland erworben haben, waren im Wintersemester 2009/2010 an den Hochschulen im Land eingeschrieben. „Hochschule ist Zukunft“ wirft einen genaueren Blick auf die Zahlen und zeigt beispielhaft, wie die Studierenden vor Ort integriert werden.
Im Wintersemester 2009/2010 studierten laut Zahlen des Statistischen Landesamts IT.NRW 39.800 sogenannte Bildungsausländer in Nordrhein-Westfalen – mehr als ein Fünftel aller in Deutschland studierenden Ausländer (180.222). Zehn Jahre zuvor lag die Zahl noch bei 27.800 Studierenden. Der Anteil an der Gesamtzahl der Studierenden stieg von 5,6 auf 7,9 Prozent. Besonders beliebt bei den Bildungsausländern: die Fächergruppen Ingenieurwissenschaften sowie Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.
Vielfältige Integrationsprojekte
Trotz steigender Zahlen fühlen sich viele Studierende aus dem Ausland in Deutschland allerdings mangelhaft integriert. Aktuellen Zahlen des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) zufolge klagen 39 Prozent über mangelnden Kontakt zu deutschen Mitstudierenden. 34 Prozent finden schwer Bekannte in der Bevölkerung außerhalb der Hochschulen. Um hier Abhilfe zu schaffen, starten viele Hochschulen in Nordrhein-Westfalen Projekte für eine bessere Integration. So beteiligen sich aktuell 14 Universitäten und Fachhochschulen aus Nordrhein-Westfalen an „PROFIN“, einem Programm zur Förderung der Integration ausländischer Studierender des DAAD. Die Hochschulen setzen dabei ganz unterschiedliche Schwerpunkte. Die Fachhochschule Köln beispielsweise macht die Gruppenarbeit über Kulturgrenzen hinweg mit dem Projekt „Interkulturelle Teamkompetenz“ zu einem Teil des studentischen Alltags. Hierzu kommen Studierende unterschiedlichster Herkunft in Workshops und bei Planspielen zusammen. Die TU Dortmund motiviert ausländische Studierende mit „INTUDO – Integration internationaler Studierender an der Technischen Universität Dortmund“ dazu, ihre eigenen Stärken einzubringen, indem sie etwa Übersetzungen und Sprachtrainings anbieten oder in Schulen über ihre Heimatländer berichten. Zudem integrieren „Internationale Fachschaften“ sie stärker in ihre Fakultäten. Einen anderen Ansatz wählt die Fachhochschule Südwestfalen. Dort leben internationale und deutsche Studierende im Rahmen von „PROFIN SYSTEMIC“ in einer Wohngemeinschaft zusammen.
Persönliche Kontakte knüpfen
Unabhängig vom Programm „PROFIN“ gibt es noch zahlreiche weitere Ansätze der nordrhein-westfälischen Hochschulen, Studierende aus dem Ausland verstärkt zu integrieren. So stellt das International Office der Universität Bielefeld internationalen Studierenden im Rahmen des Brother-Sister-Programms einheimische Mentorinnen und Mentoren als persönliche Ansprechpersonen bei Fragen zur Uni, zum Studium und zur Stadt zur Verfügung. Einen ähnlichen Weg geht das Akademische Auslandsamt der Universität Bonn mit ihrem Study-Buddy-Programm, das jedem ausländischen Studierenden einen deutschen Studierenden als Kontaktperson vermittelt.
Links:
Pressemitteilung des DAAD
http://www.daad.de/portrait/presse/pressemitteilungen/2010/15592.de.html
PROFIN-Programm
http://www.daad.de/hochschulen/betreuung/profin/09239.de.html
Brother-Sister-Programm
http://www.uni-bielefeld.de/Universitaet/Einrichtungen/Weitere%20Einrichtungen/IO/brother-sister/
Study-Buddy-Programm
http://www3.uni-bonn.de/studium/studium-in-bonn-fuer-internationale-studierende/betreuung-auslaendischer-studierender/study-buddy-programm
Pressemitteilung von IT.NRW
http://www.it.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2010/pres_179_10.html
Jetzt im E-Journal „Hochschule ist Zukunft“: MINT-Studiengänge
0Studiengänge in den MINT-Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sind spannend und bieten Absolventen gute Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt. Die neue Ausgabe des E-Journals „Hochschule ist Zukunft“ führt in das Thema MINT ein und stellt die Studienmöglichkeiten in Nordrhein-Westfalen beispielhaft vor.
Nordrhein-Westfalen bietet mit seinen 68 Hochschulen vielfältige Studienmöglichkeiten im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Von den insgesamt rund 2.900 Studiengängen im Land haben mehr als 1.100 MINT-Themen zum Inhalt. Das E-Journal greift vier von ihnen heraus: Mathematik an der Universität Bonn, Angewandte Informatik an der Hochschule Ruhr West, Bionik an der Fachhochschule Gelsenkirchen und Elektrotechnik an der Universität Padeborn.
Zusätzlich hält das E-Journal viele weitere wertvolle Infos zum Thema bereit. Es beleuchtet beispielsweise aktuelle Studien zum Fachkräftemangel und Initiativen, die bei Schülerinnen und Schülern die Lust auf MINT wecken. Auch erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen kommen zu Wort: In einer Bildergalerie erzählen sie, warum sie sich für ein Studium im MINT-Bereich entschieden haben und was sie heute beruflich machen.
Hier geht’s zum E-Journal:
http://www.hochschule-ist-zukunft.de/ejournal11/#/startseite
Frauen auf dem Vormarsch
0Frauen im akademischen Bereich gezielt zu fördern, ist ein erklärtes Ziel quer durch die Institutionen. Doch wie sieht die Situation an den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen eigentlich gegenwärtig aus? Hochschule ist Zukunft wirft einen Blick hinter die Kulissen und beleuchtet den Status Quo.
Bei den Studierendenzahlen in Nordrhein-Westfalen halten sich Frauen und Männer in etwa die Waage. Im Wintersemester 2009/2010 beispielsweise lag der Anteil der Studentinnen (233.041) an der Gesamtzahl der Studierenden bei 46,4 Prozent. Während Frauen 75,3 Prozent der Germanistikstudierenden stellen, sind sie in den MINT-Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik nach wie vor unterrepräsentiert. Aber auch dort gibt es positive Entwicklungen. So befinden sich unter den 124 Studierenden im frisch gestarteten Studiengang Biomedizinische Technologie an der Hochschule Hamm-Lippstadt 57 Studentinnen.
Abschlüsse und Prüfungen
Bei den Hochschulabschlüssen in Nordrhein-Westfalen haben Frauen schon seit einigen Jahren leicht die Nase vorn. Auch im Prüfungsjahr 2009 wurden mehr Hochschulabschlüsse von Studentinnen (37.875) als von Studenten (35.437) erworben. Das entspricht einem Frauenanteil von 51,7 Prozent. Es entscheiden sich aber immer noch weniger Frauen als Männer, im Anschluss eine wissenschaftliche Karriere an einer Hochschule einzuschlagen. Im Jahr 2009 etwa wurde nur jede vierte Habilitation von einer Frau abgeschlossen. Besonders häufig habilitierten Nachwuchswissenschaftlerinnen in den Fächergruppen Sprach- und Kulturwissenschaften (41 Prozent) und Humanmedizin (32,5 Prozent).
Positiver Trend bei den Professorinnen
Ein positiver Trend ist bei der Zahl der Professorinnen zu verzeichnen. 2009 waren an den Universitäten und Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen erstmals mehr als 1.000 Professorinnen beschäftigt, das entspricht einem Anteil von 16,3 Prozent. Spitzenreiter bei den Universitäten ist die Universität Paderborn mit einem Frauenanteil von 22,3 Prozent, gefolgt von der Universität Wuppertal mit 20,3 Prozent und der Universität Siegen mit 20,2 Prozent. Den höchsten Frauenanteil an den Fachhochschulen hat die Fachhochschule Bielefeld mit 23,7 Prozent. Danach folgen die Hochschule Niederrhein (19,6 Prozent) und die Fachhochschule Münster (19,0 Prozent). Eine äußerst erfreuliche Bilanz, denn mittlerweile geht an den Fachhochschulen fast jede dritte Professur an eine Frau und an den Universitäten ist es jede vierte.
Frauenförderung durch Land und Hochschulen
Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung fördert die Gleichstellung von Frauen und Männern an den Hochschulen im Land in diesem Jahr mit 7,5 Millionen Euro. Das Geld wird nach den Erfolgen der Gleichstellungsarbeit verteilt. Zudem unterstützt das Ministerium die Frauen- und Genderforschung durch das „Netzwerk Frauenforschung“. Die Hochschulen ihrerseits fördern verschiedene strategische Einzelmaßnahmen, etwa Mentoring-Programme oder Girls Days.
Links:
IT.NRW
http://www.it.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2010/pres_091_10.html
http://www.it.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2010/pres_163_10.html
http://www.it.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2010/pres_057_10.html

Auf den MINT-Geschmack kommen
0Das deutschlandweite Projekt tasteMINT bietet Abiturientinnen und Schülerinnen der Jahrgangsstufen 11 und 12 die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten in den MINT-Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik mit einem Assessment-Verfahren vor ihrer Studienfachentscheidung an der Hochschule zu testen. Prof. Dr. Annette Schavan zeichnete jetzt Hochschulen und Zentren aus, die tasteMINTkünftig anbieten wollen und dafür besondere Umsetzungskonzepte entwickelt haben – darunter gleich mehrere aus Nordrhein-Westfalen.
„Mädchen sind im MINT-Bereich häufig Selbstzweifeln und Kritik von Anderen ausgesetzt“ sagt Annemarie Cordes, Projektleiterin von tasteMINT. „Wir wollen dies ändern, indem wir Abiturientinnen die Möglichkeit geben, ihre Stärken zu erproben.“ In einem dreitägigen Potenzial-Assessment-Verfahren erledigen die Teilnehmerinnen vier Aufgaben rund um MINT-Themen sowie eine weitere Aufgabe, bei der soziale Kompetenzen im Mittelpunkt stehen. Sie erproben sich in Arbeitsprozessen, bekommen eine fachkundige Rückmeldung zu ihren Stärken und fühlen sich am Ende oftmals ermutigt, ein Studium im MINT-Bereich zu beginnen.
Mehrzahl der Preisträger aus Nordrhein-Westfalen
Das Assessment-Verfahren wird deutschlandweit an verschiedenen Hochschulen angeboten. Diejenigen, die hierfür besonders nachhaltige Konzepte eingereicht haben, erhalten für die Einführung jetzt eine Unterstützung in Höhe von jeweils 3.000 Euro, die der Arbeitgeberverband Gesamtmetall gestiftet hat. Die meisten Preisträger stammen dabei aus Nordrhein-Westfalen, darunter auch die RWTH Aachen, die das Assessment-Verfahren bereits jetzt anbietet und weiter ausbauen möchte. Ebenfalls ausgezeichnet wurden die Konzepte der Universitäten Bonn, Duisburg-Essen, Bielefeld und Münster. In Ostwestfalen-Lippe haben sich gleich mehrere zdi-Zentren und die Universität Paderborn zusammengeschlossen, um das Assessment-Verfahren einzuführen, in Zusammenarbeit mit den Fachhochschulen Bielefeld und Ostwestfalen-Lippe. (weiterlesen …)