NRW-Hochschulen und Wissenschaftsforum Ruhr setzen auf mehr Kooperationen von Wissenschaft und Wirtschaft

Die InnovationsAllianz der NRW-Hochschulen und das Wissenschaftsforum Ruhr haben eine enge Zusammenarbeit vereinbart, um gemeinsam noch mehr Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen zu Forschungs- und Entwicklungskooperationen zu bewegen. Mit der neuen Kooperation werden auch die Forschungsinstitute im Ruhrgebiet, die dem Wissenschaftsforum angehören, noch stärker in die Vermittlung von Kooperationen mit Hochschulen, Unternehmen und anderen Einrichtungen aus Wirtschaft oder Gesellschaft einbezogen.

Die InnovationsAllianz einerseits, als Netzwerk von 29 Universitäten und Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen, erleichtert Anwendern den Zugang zu mehr als 30.000 Forschenden, die themenbezogen identifiziert und kontaktiert werden können. Sie pflegt intensiv den Kontakt zu den Forschungs- und Entwicklungspartnern in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zum Beispiel mit zahlreichen thematischen Dialogveranstaltungen im Land sowie Partnerbörsen bei vielen Messen und Symposien. Mit den Innovationsgutscheinen des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Wissenschaft und Forschung, bei denen die InnovationsAllianz berät und auch als zentrale Anlaufstelle fungiert, wird kleinen und mittleren Unternehmen der Schritt zu einer ersten Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen erleichtert.

Das Wissenschaftsforum Ruhr e.V. andererseits bildet als Arbeitsgemeinschaft von mittlerweile 46 zumeist außeruniversitären Forschungsinstituten im Ruhrgebiet ein Netzwerk, das die Zusammenarbeit der Forschungseinrichtungen in der Region fördert und diese nach außen vertritt. Es pflegt den Kontakt zu den Hochschulen und zu Partnern in Bildung, Kultur, Medien, Wirtschaft und Politik. Dabei engagiert es sich zum einen für die Stärkung der Wissenschaftskultur im Ruhrgebiet und für einen aktiven Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit, zum anderen auch für Forschungskooperationen zwischen den Mitgliedsinstituten. Es wird dabei von der Stiftung Mercator gefördert.

Beide Partner werden außerdem im Rahmen ihrer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit intensiv zusammenarbeiten und in ihren jeweiligen Netzwerken und eigenen Publikationen über Veranstaltungen und Aktivitäten des jeweils anderen Partners informieren.

Das Ruhrgebiet soll durch die Zusammenarbeit als Wissenschaftsstandort noch deutlicher sichtbar werden. Für Forschungsideen aus der Praxis ebenso wie aus der Wissenschaft soll sich ein noch besserer Resonanzboden in der Region ergeben. Dadurch wollen die Partner gemeinsam zu einem nachhaltig guten Klima für Forschung, Entwicklung und Transfer an der Ruhr beitragen.

Bereits in den letzten Jahren haben sich durch das Engagement der Beteiligten viele neue Projekte ergeben. Aus vielen hundert Kooperationen von Forschungseinrichtungen mit Unternehmen, sozialen Institutionen oder kommunalen Partnern sind Neuentwicklungen auf zahlreichen Gebieten hervorgegangen, von denen nicht nur der jeweilige Praxispartner einer Forschungsarbeit profitiert hat. Auch die Bedeutung von Nordrhein-Westfalen insgesamt, als einem der führenden Länder im Bereich von Industrie, Technologie und Innovationen, wurde damit gestärkt.

Weitere Informationen zur Vereinbarung und zu den beiden Partnern finden Sie im Internet unter www.wissenschaftsforum-ruhr.de und www.innovationsallianz.nrw.de

Energie sparen in Produktion und Maschinenbau: InnovationsDialog in Gummersbach

Wie können Unternehmen in der Produktion mehr Energie einsparen? Das ist das Thema einer Dialogveranstaltung der InnovationsAllianz NRW und der Fachhochschule Köln am Mittwoch, 16. November. Im Zentrum steht die Frage, wie die oft komplexen Fertigungslinien in unproduktiven Phasen gezielt in einen Energiesparmodus versetzt werden. Die Veranstaltung findet im Institut für Automation & Industrial IT (AIT) auf dem Campus Gummersbach der FH Köln statt (Steinmüllerallee 1), Beginn ist um 17 Uhr.

Das AIT stellt an diesem Abend seine Untersuchungsergebnisse aus den Automobil-Werken von Daimler und Volkswagen vor. Konkret geht es um den Einsatz der PROFINET-Technologie, mit der einzelne Geräte der Fertigungslinie über einheitliche Steuerkommandos in einen Energiesparmodus versetzt werden. Die Ergebnisse zeigen unter anderem auf, an welchen Stellen der Produktion die größten Potenziale für Energie-Einsparungen liegen.

Die Veranstaltungsreihe findet in Zusammenarbeit mit ProduktionNRW, dem Cluster für Maschinenbau und Produktionstechnik, statt. Bis zum Jahresende finden noch drei weitere regionale Innovations-Dialoge statt. Mit den Veranstaltungen sprechen die Hochschulen gezielt Unternehmen an, die an Forschungskooperationen interessiert sind.

Mit über 200.000 Beschäftigten ist die Maschinenbaubranche der größte industrielle Arbeitgeber in Nordrhein-Westfalen. Im vergangenen Jahr erzielten die Unternehmen einen Umsatz von 37 Milliarden Euro. Über 75 Prozent des Umsatzes wird im Ausland erwirtschaftet. In vielen Fachzweigen sind Unternehmen aus NRW Weltmarktführer. Basis hierfür sind ständige Innovationen und eine konsequente Vernetzung von Unternehmen und Forschungseinrichtungen entlang der Wertschöpfungskette.

Einen Überblick zu dieser und den weiteren Veranstaltungen sowie eine Anmeldemöglichkeit unter www.innovationsallianz.nrw.de/maschinenbau.

Weitere Informationen zur InnovationsAllianz:
Prof. Dr. Gisela Schäfer-Richter (Vorsitzende des Vorstands)
c/o Fachhochschule Dortmund
Sonnenstraße 96, 44139 Dortmund
Telefon: (0231) 9112-101
E-Mail: presse@inno-nrw.de

Über die InnovationsAllianz der NRW-Hochschulen:
Die InnovationsAllianz der NRW-Hochschulen wurde 2007 gegründet. In ihr arbeiten derzeit insgesamt 29 Hochschulen und vier Hochschul-Transfergesellschaften zusammen, sie ist damit das größte derartige Bündnis bundesweit. Ziel ist es, die Forschungskapazitäten der Hochschulen effektiver zu nutzen und in Kooperationen innerhalb der Wissenschaft sowie mit Unternehmen, kommunalen Einrichtungen und Verbänden die Entwicklung neuer bzw. die Optimierung bestehender Technologien, Produkte und Anwendungen zu fördern. Viele erfolgreiche Kooperationen haben bereits zu nachhaltigen Ergebnissen und Nutzen in Wirtschaft und Gesellschaft beigetragen. Die InnovationsAllianz wird vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW gefördert. Eine Reihe von Unternehmen unterstützt die InnovationsAllianz darüber hinaus als Mitglieder im „InnovationsClub NRW“.

Erfolgsrezept für Weltmarktführer: Zusammenarbeit mit Hochschulen

Kleine und mittelständische Unternehmen müssen im globalen Wettbewerb immer wieder schnell und flexibel auf Veränderungen am Markt reagieren und sich mit neuen und verbesserten Produkten gegen andere Anbieter behaupten. Wie das geht, zeigt die Ennepetaler Schneid- und Mähtechnik GmbH & Co. KG in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Düsseldorf am 16. Dezember von 17.00 bis 19.00 Uhr im SparkassenFinanzCenter (Mittelstraße 2-4, 58285 Gevelsberg).

Bei dieser Zusammenarbeit handelt es sich um eine von mehreren Hundert Kooperationen, die Unternehmen und Hochschulen in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen Jahren eingegangen sind. Gerade kleine und mittelständische Betriebe, zu denen gemessen an der Umsatzgröße landesweit mehr als 90 Prozent aller Unternehmen zählen, sind auf wissenschaftliches Know-how und die Forschungs- und Entwicklungsmöglichkeiten der Hochschulen angewiesen. Für viele Industrie-Betriebe ist die Entwicklung neuer und manchmal revolutionärer Ideen sogar Basis einer – wie im Fall der der Ennepetaler Schneid- und Mähtechnik – weltweiten Markt- und Technologieführerschaft.

Beim InnovationsDialog in Gevelsberg stellen Vertreter des Unternehmens und der Hochschule Grundlagen ihrer Zusammenarbeit vor und präsentieren konkrete technische Neuerungen, die sich aus der Kooperation ergeben haben.

Viele solche Kooperationen kommen auf Vermittlung der InnovationsAllianz der NRW-Hochschulen zustande, die landesweit Dialog-Veranstaltungen für Unternehmen und Hochschulen organisiert. Die Veranstaltung in Gevelsberg ist zudem Teil einer Reihe, bei der Betriebe aus dem Maschinen- und Anlagenbau Beispiele für erfolgreiche Zusammenarbeit präsentieren. Sie findet in Zusammenarbeit mit dem Cluster ProduktionNRW und dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) statt. Darüber hinaus wird sie von der Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr unterstützt.

Eingeladen sind Unternehmen aus Metallverarbeitung sowie Maschinen- und Anlagenbau, aber auch andere Betriebe und Einrichtungen, die an einer Zusammenarbeit mit Hochschulen interessiert sind. Im Anschluss an die Vorträge und Präsentationen können Unternehmen und Hochschulen im Rahmen einer branchenübergreifenden Partnerbörse direkt Kontakt miteinander aufnehmen.

Die Teilnahme ist kostenfrei, aus Platzgründen ist jedoch eine Anmeldung erforderlich. Anmeldung und weitere Informationen im Internet unter www.innovationsallianz.nrw.de.

InnovationsAllianz der NRW-Hochschulen e.V.
Prof. Dr. Gisela Schäfer-Richter (Vorsitzende des Vorstands)
c/o Fachhochschule Dortmund
Sonnenstraße 96, 44139 Dortmund
Telefon: (0231) 9112-101
E-Mail: presse@inno-nrw.de

Hochschulen und Unternehmen entwickeln Kunststoffe gegen Viren, Pilze und Bakterien

Viren, Pilze und Bakterien, die sich trotz zunehmender Hygienemaßnahmen auf Kunststoff-Oberflächen ansiedeln, können auch mit Lebensmitteln und Futter in Kontakt kommen und stellen so eine Gefahr für Mensch und Tier dar. Daher entwickeln Wissenschaftler der Fachhochschule Münster und der Universität Bonn zusammen mit sechs Unternehmen aus dem Bereich Haustechnik neue Werkstoffe, an denen sich Mikroorganismen nicht mehr anlagern und vermehren.

An dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Projekt unter dem Titel „SmartSurf“ sind Chemiker, Lebensmitteltechnologen sowie Agrar- und Ernährungswissenschaftler beteiligt. Während der dreijährigen Forschungsdauer sollen antimikrobielle Kunststoffe entwickelt werden, die die Bildung von Biofilmen verhindern. Die neuen Werkstoffe müssen dabei toxikologisch und ökologisch unbedenklich sein.

Über den Stand der Forschung und die Herausforderungen, die das Projekt für Wirtschaft und Forschung mit sich bringt, informieren beteiligte Wissenschaftler und Unternehmer im Rahmen eines InnovationsDialogs am Dienstag, 30. November. Beginn ist um 17.00 Uhr im Schulungszentrum der TECE GmbH in Emsdetten (Hollefeldstraße 57).

Landesweit berichten das ganze Jahr über Unternehmen und Hochschulen aus Nordrhein-Westfalen in solchen InnovationsDialogen über ihre Zusammenarbeit und die Neuentwicklungen und Verbesserungen, die sich daraus für verschieden Bereiche in Wirtschaft und Industrie sowie in Gesundheit, Medizin und im gesellschaftlichen Alltag ergeben.

Teilnehmen können Unternehmer und Wissenschaftler, die an solchen Kooperationen von Firmen und Hochschulen interessiert sind, sowie alle, die Interesse am Thema Kunststoff-Optimierung haben. Die Teilnahme ist kostenlos, aus Platzgründen ist jedoch eine Anmeldung erforderlich. Anmeldung und weitere Informationen im Internet unter www.innovationsallianz.nrw.de.

Weitere Informationen zum Projekt „SmartSurf“:
Carsten Schröder
Fachhochschule Münster / Vizepräsident für Transfer und Partnerschaften
Hüfferstraße 27, 48149 Münster
Telefon: (0251) 83-64600
E-Mail: schroeder@fh-muenster.de

Weitere Informationen zur InnovationsAllianz:
Prof. Dr. Gisela Schäfer-Richter (Vorsitzende des Vorstands)
Fachhochschule Dortmund / Prorektorin für Forschung, Entwicklung und Transfer
Sonnenstraße 96, 44139 Dortmund
Telefon: (0231) 9112-101
E-Mail: presse@inno-nrw.de

Hochschulen informieren über Firmengründung in Forschung und Wissenschaft

Seit zwei Monaten informiert die InnovationsAllianz der NRW-Hochschulen unter dem Titel „Berufsoption Unternehmer/in“ landesweit über erfolgreiche Ausgründungen von Unternehmen aus der Wissenschaft. Damit sollen unter anderem noch mehr Absolventen sowie Studierende und Mitarbeiter der nordrhein-westfälischen Hochschulen zum Schritt in die Selbstständigkeit motiviert werden. Der nächste Termin der Veranstaltungsreihe findet in Zusammenarbeit mit dem „hochschulgründernetz cologne“ statt, und zwar am Dienstag, 16. November, von 16.00 bis 20.00 Uhr im neuen Seminargebäude der Universität zu Köln am Albertus-Magnus-Platz.

Wissenschaftler und Berater der Universität sowie Gründer und erfahrene Unternehmer berichten über erfolgreiche Unternehmensgründungen auf dem Gebiet von Social Media und über neue Wege in Online-Marketing und Marktforschung. Außerdem informieren Finanz-Experten aus dem Business Angels Netzwerk Deutschland (BAND) anhand von praktischen Beispielen über vielfältige Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten für Existenzgründer und junge Unternehmen.

Bereits sei 1999 unterstützen die Kölner Hochschulen über das „hochschulgründernetz cologne“ (hgnc) gemeinsam Absolventen und Studierende bei der eigenen Existenzgründung. Als Teil des Kölner Kompetenz-Netzes für technologieorientierte und wissensbasierte Gründungen aus Hochschulen (KoKoN) konnte zudem mit dem Gründerbüro der Kölner Hochschulen eine zentrale Anlaufstelle zur Unterstützung und Beratung von Gründerinnen und Gründern bei der Entwicklung eigener Geschäftsideen eingerichtet werden.

Über diese und viele weitere Hilfestellungen auf dem Weg in die Selbstständigkeit können sich Studierende, Wissenschaftler und andere interessierte Gründer und Jungunternehmer an diesem Abend informieren. Die Teilnahme ist kostenfrei, aus Platzgründen wird jedoch eine Anmeldung empfohlen. Anmeldung und weitere Informationen unter www.berufsoption-unternehmer.de.

Weitere Informationen zum hgnc:
Sabine Maas
Pressestelle der Deutschen Sporthochschule
Am Sportpark Müngersdorf 6, 50933 Köln
Telefon: (0221) 4982-3850
E-Mail: maas@dshs-koeln.de

Weitere Informationen zur InnovationsAllianz:
Prof. Dr. Gisela Schäfer-Richter (Vorsitzende des Vorstands)
c/o Fachhochschule Dortmund
Sonnenstraße 96, 44139 Dortmund
Telefon: (0231) 9112-101
E-Mail: presse@inno-nrw.de

Universität Paderborn optimiert für Siebau Raumsysteme Fertigung und Materialfluss

Die Siebau Raumsysteme in Kreuztal bei Siegen und die Universität Paderborn haben eine erfolgreiche Kooperation abgeschlossen. Von April bis August dieses Jahres hat das Unternehmen mit Unterstützung der Hochschule seine Serienproduktion von Garagen, Carports, Hallensystemen und Lagertechnik aus Stahlelementen soweit optimiert, dass individuelle Wünsche von Kunden nach Ausgestaltung, Fertigungszeiten und Lieferfristen noch besser berücksichtigt werden können. Die erarbeiteten Maßnahmen werden nun nach und nach in die Praxis umgesetzt.

Dr. Andre Döring vom Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn hat das Unternehmen mit seiner aus der Universität heraus gegründeten reQuire consultants GmbH beraten und bei der Durchführung der Neuorganisation fachlich betreut. „Konkret wurde ein Konzept zur Neuorganisation des Materialflusses ausgearbeitet“, so Döring. „Dadurch können Materialien wie Stahlblech wesentlich effizienter eingesetzt werden.“ Die Hochschule hat das Unternehmen außerdem dabei unterstützt, öffentliche Fördergelder für die Kooperation zu beantragen.

Die Zusammenarbeit kam durch Vermittlung der InnovationsAllianz der NRW-Hochschulen zustande. Wie das Kreuztaler Unternehmen haben viele mittelständische Betriebe gute Ideen für neue Produkte oder verbesserte Fertigungstechniken. Häufig fehlen aber wissenschaftliche Kenntnisse oder die nötige Infrastruktur, um diese Ideen aus eigener Kraft umzusetzen. Auf Anfrage vermittelt ihnen daher die InnovationsAllianz passende Wissenschaftler aus Nordrhein-Westfalen, die sie bei der Realisierung unterstützen.

„Die schnelle Vermittlung des Kooperationspartners hat uns sehr geholfen“, so Hans Martin Steinseifer von Siebau. „So konnten wir zügig neue Strukturen schaffen, um in Zukunft wesentlich flexibler und kostengünstiger zu arbeiten.“ Das Unternehmen mit seinen 56 Mitarbeitern erwirtschaftet einen Jahresumsatz von fast zehn Millionen Euro.

In vielen weiteren Kooperationen von Hochschulen und Unternehmen sind bereits neue Verfahren in der Medizin- und Umwelttechnik und im Maschinen- und Anlagenbau entstanden, wurden wie bei Siebau in Kreuztal Fertigungsprozesse verändert oder im sozialen Bereich die Behandlung und Pflege von alten oder kranken Menschen optimiert. Auch die Entwicklung neuer Werkstoffe oder die Verbesserung vorhandener Techniken werden regelmäßig von Betrieben bei den Hochschulen des Landes angefragt. Viele Kooperationen gerade im industriellen und im Umwelt-Bereich werden darüber hinaus mit Blick auf Ressourcen-Schonung und einen sparsamen Umgang mit Energie durchgeführt.

Die InnovationsAllianz vermittelt dabei nicht nur geeignete Kooperationspartner aus den NRW-Hochschulen, sie informiert auch über mögliche Zuschüsse aus Landes- und Bundesmitteln. Damit können vor allem Forschungs- und Entwicklungskosten bei einer Kooperation mitfinanziert werden. Allein mit dem Innovationsgutschein NRW werden je nach Größe eines Unternehmens und Leistung der Hochschule bis zu 10.000 Euro Zuschuss gezahlt.

Weitere Informationen zur InnovationsAllianz NRW und weitere Beispiele für erfolgreiche Kooperationen von Unternehmen und Hochschulen unter www.innovationsallianz.nrw.de.

Weitere Informationen zur Kooperation:
Dr. Andre Döring
reQuire consultants GmbH
Fürstenallee 11, 33102 Paderborn
Telefon (05251) 60-6425
E-Mail: laro@hni.uni-paderborn.de

Weitere Informationen zur InnovationsAllianz:
Prof. Dr. Gisela Schäfer-Richter (Vorsitzende des Vorstands)
c/o Fachhochschule Dortmund
Sonnenstraße 96, 44139 Dortmund
Telefon (0231) 9112-101
E-Mail: presse@inno-nrw.de

Hochschulen und Business Angels informieren über Finanzierung bei Unternehmensgründung

Die InnovationsAllianz der NRW-Hochschulen bietet unter dem Titel „Berufsoption Unternehmer/in“ eine Veranstaltungsreihe an, um über erfolgreiche Ausgründungen aus der Wissenschaft zu informieren und Absolventinnen und Absolventen sowie Studierende und Mitarbeiter der nordrhein-westfälischen Hochschulen zum Schritt in die Selbstständigkeit zu motivieren.

Beim nächsten Veranstaltungstermin am 26. Oktober von 16.00 bis 19.00 Uhr in der Fachhochschule Dortmund (neuer Senatssaal F 212, Sonnenstraße 96), informieren Berater der Dortmunder Hochschulen sowie Finanz-Experten aus dem Business Angels Netzwerk Deutschland (BAND) anhand von praktischen Beispielen über vielfältige Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten für eine Gründung sowie für spätere Wachstumsphasen junger Unternehmen. Gerade bei hohem Forschungs- und Entwicklungsaufwand für neue Produkte und Technologien ist die Finanzplanung entscheidend für den dauerhaften Unternehmenserfolg.

Eingeladen zur Veranstaltung sind Wissenschaftler, Absolventen und Studierende sowie aktive Existenzgründer und Vertreter junger Unternehmen, die sich über Unterstützungsangebote der Hochschulen und anderer Partner sowie über Kooperationsmöglichkeiten informieren möchten. Darüber hinaus haben sie die Möglichkeit, im persönlichen Gespräch mit den Experten Vorschläge zu ihren individuellen Gründungsvorhaben zu erhalten.

Die Teilnahme ist kostenfrei, aus Platzgründen wird jedoch eine Anmeldung empfohlen. Anmeldung und weitere Informationen unter www.berufsoption-unternehmer.de.

InnovationsAllianz der NRW-Hochschulen e.V.
Prof. Dr. Gisela Schäfer-Richter (Vorsitzende des Vorstands)
c/o Fachhochschule Dortmund
Sonnenstraße 96, 44139 Dortmund
Telefon (0231) 9112-101
www.innovationsallianz.nrw.de

Leistungsbilanz der NRW-Hochschulen: Mehr Patente, Gründungen und Drittmittel

Die Universitäten und Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen haben trotz der Wirtschaftskrise in den vergangenen zwei Jahren von Unternehmen und öffentlichen Stellen mehr Drittmittel für Forschungsaufträge einwerben können. Das geht aus der Leistungsbilanz hervor, die die InnovationsAllianz der NRW-Hochschulen heute veröffentlicht hat. Befragt wurden die 29 Mitgliedshochschulen und die noch nicht zur InnovationsAllianz gehörende Ruhr-Universität Bochum.

Die Leistungsbilanz umfasst die von den Hochschulen selbst akquirierten öffentlichen und privaten Drittmittel (ohne Mittel der Deutschen Forschungs-Gemeinschaft), die Zahl der Erfindungsmeldungen sowie angemeldete und erteilte Patente und darüber hinaus die Zahl der Unternehmensgründungen von Absolventen und Mitarbeitern der Hochschulen.

Zuletzt waren diese Zahlen für den Zeitraum 2006 bis 2008 abgefragt worden. Die dabei festgestellten jährlichen Steigerungsraten konnten in der Zeit von 2008 auf 2009 nochmals übertroffen werden. So verzeichneten die Hochschulen bei den Drittmitteln eine Zunahme binnen Jahresfrist um 13 Prozent (gegenüber durchschnittlich 9 Prozent pro Jahr von 2006 bis 2008) und 8 Prozent mehr Patentanmeldungen (gegenüber 5 Prozent). Allein im Jahr 2009 wurden zudem mehr als 120 Unternehmen aus den Hochschulen heraus gegründet. Weiterlesen

Frauen in Wirtschaft und Wissenschaft Thema beim Unternehmergipfel in Frankfurt

Verhindern Rollenklischees und gesellschaftliche Vorbehalte Karrieremöglichkeiten von Frauen in Wirtschaft und Wissenschaft? Welche Kompetenzen und Potenziale bleiben dadurch ungenutzt? Darüber diskutiert die Vorstandsvorsitzende der InnovationsAllianz der NRW-Hochschulen, Prof. Dr. Gisela Schäfer-Richter, mit Geschäftsführerinnen und Frauen aus Führungspositionen mehrerer Unternehmen im Rahmen des „Innovation Unternehmergipfel“ am 23. September in Frankfurt am Main.

Unter dem Titel „Innovation ist weiblich“ wird diskutiert werden, in welchem Maße Frauen im Bereich von Forschung und Entwicklung unterrepräsentiert sind. Prof. Dr. Gisela Schäfer-Richter möchte die Frage dabei nicht auf Führungspositionen beschränken. „Es werden nicht nur klassische Innovationsarbeitsfelder von Männern dominiert, sondern viele hochqualifizierte Berufe wie zum Beispiel Wirtschaftsprüfer, technische Prüfer, oder Börsenmakler.“ Auch in Ausbildungs- und Handwerksberufen wie Koch, Tischler oder Klempner stellen Frauen nach wie vor eine Minderheit dar.

Als mögliche Ursachen nennt Prof. Dr. Schäfer-Richter neben gesellschaftlich verankerten Rollenbildern auch die mangelnde Einbindung qualifizierter Frauen in das heutige Innovations-System. „Innovation ist ein Thema, das nicht mehr nur Forscher und Entwickler angeht, sondern alle Bereiche eines Unternehmens oder einer wissenschaftlichen Institution betrifft“, so Schäfer-Richter. Dazu gehören neben Produkt- oder Technologie-Entwicklung auch Strategie, Kommunikation und Marketing und ähnliche Aufgaben. Besprochen werden beim „Unternehmergipfel“ daher auch neue Berufsbilder, die im Zuge der Innovations-Entwicklung in Wirtschaft und Wissenschaft entstanden sind und zunehmend auch von Frauen besetzt werden.

Die Diskussionsrunde beginnt am 23. September um 13.30 Uhr im „Squaire“ des Frankfurter Flughafens (über dem ICE Fernbahnhof). Die InnovationsAllianz der NRW-Hochschulen wird vor Ort auch über ihre Arbeit informieren. Weitere Informationen zur Veranstaltung im Internet unter www.innovation-unternehmergipfel.de. Weiterlesen

Hochschulen, Schulen und Ärzte stellen Alternativen in der ADHS-Behandlung vor

Bei immer mehr Kindern wird ADS oder ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom) diagnostiziert. Übermäßiger Bewegungsdrang und mangelnde Selbststeuerung können unter anderem die Lern- und Leistungsfähigkeit beeinträchtigen, zu Wutausbrüchen und damit auch zu sozialer Isolation führen. Zurzeit erhält jedes zweite Kind mit ADHS-Diagnose beruhigende Medikamente.

Wissenschaftler, Lehrer und Ärzte haben im Rahmen einer Forschungskooperation ADHS-Kinder untersucht und ihr Verhalten unter anderem in normalen Unterrichtsstunden und in der Walderlebnisschule Bochum getestet. Unter dem Titel „Wald statt Ritalin?“ stellen sie am Donnerstag, 23. September, um 17.00 Uhr in der Aula der Evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe (Immanuel-Kant-Straße 18-20 in Bochum) ihre Ergebnisse sowie Alternativen zur pharmazeutischen Behandlung vor.

Prof. Dr. Ursula Henke, Dekanin des Fachbereichs Heilpädagogik an der Evangelischen Fachhochschule, sowie Dr. Claus-Rüdiger Haas, Ärztlicher Direktor der Kinder- und Jugendpsychiatrie an der LWL-Klinik Marl-Sinsen werden über neue Behandlungswege bei ADS und ADHS sprechen. Sascha Uszball, Sonderschulrektor an der Bochumer Cruismannschule, und Peter Vieres von der Walderlebnisschule werden ihre Beobachtungen dazu beitragen.

Die Veranstaltung ist Teil der so genannten InnovationsDialoge. Dabei werden landesweit gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsvorhaben von Hochschulen, Unternehmen und sozialen Einrichtungen vorgestellt. Veranstaltet werden die Dialoge von der InnovationsAllianz der NRW-Hochschulen, die 29 Universitäten und Fachhochschulen aus Nordrhein-Westfalen unter ihrem Dach vereint.

Eingeladen sind Eltern, Lehrer und andere Verantwortliche an Schulen sowie Vertreter aus Unternehmen und sozialen sowie kommunalen Einrichtungen, die sich für innovative Bildungsprojekte oder allgemein für Entwicklungs- und Forschungskooperationen mit Hochschulen interessieren.

Der Eintritt ist frei. Aus Platzgründen ist jedoch eine Anmeldung erforderlich. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.innovationsallianz.nrw.de.

Weitere Informationen zur ADHS-Untersuchung:
Prof. Dr. Ursula Henke
Evangelische Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe
Immanuel-Kant-Straße 18-20, 44803 Bochum
Telefon: (0234) 36901-166

Weitere Informationen zur InnovationsAllianz:
Prof. Dr. Gisela Schäfer-Richter (Vorsitzende des Vorstands)
Fachhochschule Dortmund / Prorektorin für Forschung, Entwicklung und Transfer
Sonnenstraße 96, 44139 Dortmund
Telefon: (0231) 9112-101