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Bachelor-Absolventin der Steinbeis Business Academy erhält Bad Krozinger Pflegepreis

Gernsbach, 3.5.2010: Am 28. April wurde der strahlenden Gewinnerin Birgit Wernz der „Pflege AWARD Herz-Zentrum Bad Krozingen“ verliehen. Ausgezeichnet wurde sie für ihr Projekt, das sie im Rahmen des Steinbeis-Studiums der Steinbeis Business Academy (SBA) am Universitätsklinikum Freiburg umsetzte.

Mit ihrem selbst gewählten Thema „Changemanagement von Stationsleitungen am Universitätsklinikum Freiburg“ leistete sie einen wissenschaftlichen und praktischen Beitrag zu den aktuellen Veränderungen im Gesundheitswesen. Die wissenschaftliche Betreuung und Beratung erfolgte durch die SBA. In ihrer Laudatio betonte Professor Dr. Ursula Immenschuh von der Katholischen Fachhochschule Freiburg, dass das Projekt einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung der Pflege leisten könne. Einen weiteren „Pflege AWARD“ für die besonderen Verdienste in der Profession Pflege erhielt Prof. Dr. phil. Ursula Geißner, Professorin für Führungslehre und Organisation an der Katholischen Fachhochschule Freiburg.

Die Krankenhäuser in Deutschland müssen sich verstärkt mit ökonomischen Strategien auseinander setzen. Dabei komme den Stationsleitungen als Führungskräfte des mittleren Managements die Aufgabe zu, Veränderungen in der Organisation und von Ablaufprozessen sowie die Optimierung des personellen Ressourceneinsatzes an der Basis umzusetzen, so Wernz, pflegerische Stationsleitung. In ihrer Untersuchung kommt sie u.a. zu dem Ergebnis, dass Schulungen für die Stationsleitungen etwa zu den Themen Projektmanagement, Changemanagement, Führungsstil, Managementverständnis, Systemtheorien und Mitarbeitermotivation immer wichtiger werden. Außerdem empfiehlt sie die Einführung eines internen „Change Agents“, der die Stationsleitungen nach Diagnosestellung, Zielfestlegung sowie dem Erkennen von Ressourcen und Hindernissen, individuell begleitet.

Die feierliche Übergabe der Preise wurde von Ansprachen zu weiteren gegenwärtigen Herausforderungen umrahmt. Für den Deutschen Pflegerat warnte Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerates, davor den Pflegepersonalmangel zu verschlafen. Angesichts der gewaltigen demografischen Umwandlungen empfiehlt er der Politik an Stelle angedachter Maßnahmen, wie die Absenkung der Zugangsvoraussetzungen, Strategien zur Nachwuchsgewinnung zu entwickeln und akademische Lehr- und Weiterbildungsangebote konsequent weiterzuentwickeln. Professor Dr. rer. pol. Eberhard Wille von der Universität Mannheim sprach sich im Namen des Sachverständigenrates dafür aus, bei der zur Steigerung der Qualität und Wirtschaftlichkeit erforderlichen Neuordnung des Gesundheitswesens schrittweise vorzugehen. Einer wünschenswerten Substitution von Aufgaben empfiehlt er eine Phase der Delegation von Aufgaben der Ärzteschaft an die Pflege vorzuschalten. Der Gesundheitspolitischer Sprecher der CDU Landtagsfraktion B-W, Herr Andreas Hoffmann, MdL, betonte: „Pfleger sind mehr als kleine Ärzte“. Angesichts des heute bestehenden Ungleichgewichts sei es auch aus Sicht der Politik erforderlich, dass die Pflege eine größere Rolle einnimmt und die in Ländern, wie der Schweiz, heute üblichen weitreichenden Aufgaben eigenverantwortlich wahrnimmt. Die dadurch entstehenden juristischen Herausforderungen erläuterte Professor Dr. jur. Christian Katzenmeier, Direktor des Instituts für Medizinrecht der Universität zu Köln. Der Pflegedirektor Ludger Risse vom St. Christophorus- Krankenhaus Werne plädierte im Namen des Pflegemanagements für eine Verschiebung von Aufgaben von der Ärzteschaft und der Pflege und von der Pflege zur Hauswirtschaft.

Die Preisverleihung wurde im Rahmen des vom Herz-Zentrum Bad Krozingen veranstalteten 11. Pflege-Management-Seminars im Kurhaus in Bad Krozingen haben ca. 300 Teilnehmer mit führenden Vertretern der betroffenen Berufsgruppen, des Sachverständigenrates und der Politik über die Chancen eines Neuzuschnitts der Aufgabenverteilung im Gesundheitswesen erörtert. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Vizepräsident der Bundesärztekammer, plädierte für eine enge Kooperation zwischen den Berufsgruppen und ermutigte die Mitarbeiter der Pflege zur Registrierung und gemeinschaftlichen Vertretung ihrer Interessen. In der Moderation des Pflegedirektors Peter Bechtel wurde deutlich, dass die mit 1,3 Mio. Beschäftigen mit Abstand größte Berufsgruppe Pflege bei der Weiterentwicklung einer qualitätsorientierten Patientenversorgung eine Schlüsselrolle spielt und sich damit die Perspektiven einer Tätigkeit in der Pflege immer mehr verbessern werden. In seinem Grußwort betonte Professor Dr. Franz-Josef Neumann, Ärztlicher Direktor am Herz-Zentrum Bad Krozingen, dass der interdisziplinäre Schulterschluss zwischen den Berufsgruppen wesentliches Element der Philosophie des Herz-Zentrums sei.